Liebe Bienen im erweiterten Kreis und liebe Bienenstock-Interessierte und UnterstützerInnen,

Heute geben wir euch ein Update dazu, was sich in den vergangenen Wochen hinter den Kulissen getan hat.

Im Dezember haben wir zwei Kennenlerntreffen veranstaltet – eines live vor Ort und eines online. Unser Ziel war es, die Kerngruppe zu vergrößern und die Arbeit auf ein paar mehr Schultern zu verteilen. Insgesamt durften wir 19 Interessierte begrüßen.

Besonders freuen wir uns, dass wir zwei neue Mitstreitende gewinnen konnten, die nun aktiv dabei sind. Damit haben wir unser Ziel, altersdiverser zu werden, bereits erreicht: Die Altersspanne unserer nun siebenköpfigen Kerngruppe reicht von 21 bis 71 Jahren. Es ist toll, dass die Altersgruppen, mit denen wir später im Mehrgenerationenhaus zusammenleben möchten, nun auch in unserer Kerngruppe vertreten sind. Um perfekt aufgestellt zu sein, würden wir gerne noch zwei bis drei weitere Aktive aufnehmen, besonders Menschen über 40 oder Familien. Deshalb wird es am 15. März nochmal ein Kennenlerntreffen geben. Genauere Infos dazu folgen. Im erweiterten Kreis – also denjenigen, die Interesse am späteren Einzug in den ‚Bienenstock‘ haben – sind nun 17 Personen.

Anfang Januar haben wir uns ein ganzes Wochenende Zeit für unsere Visionsfindung genommen, um unsere Vorstellungen für den Bienenstock noch klarer zu fassen. Wir hatten das Glück, recht spontan mit Janis Tomilin einen tollen Moderator zu finden. Er hat das Wochenende mit der Methode ‚Dragon Dreaming‘ gestaltet, die sich besonders für Wohnprojektgruppen bewährt hat.

Dabei konnten wir unsere anfänglich gesammelten Träume in eine Struktur bringen und daraus eine Art Businessplan mit konkreten Zeitzielen sowie einer klaren Aufgaben- und Rollenverteilung erstellen. Ebenso haben wir wertvolle Impulse für unsere Zusammenarbeit erhalten, die unser gemeinsames Tun achtsamer und spielerischer machen. Besonders gut gefiel uns der Ansatz, auch kleine Schritte und Erfolge regelmäßig zu feiern, um die Motivation und die Freude langfristig zu erhalten.

Das Wochenende hat uns enorm bestärkt, weiter dranzubleiben!

Aktuell informieren wir uns vertieft über mögliche Rechtsformen und potenzielle Kooperationspartner. Es stehen große Entscheidungen an, von denen viele weitere Schritte – wie etwa die Finanzierung – abhängen.

Inzwischen hatten wir zwei Treffen mit der Genossenschaft ‚Wir machen Raum‘ (WMR), die gerade ein Wohnprojekt in Kleineschholz realisiert und somit einiges an Expertise mitbringt.

Zum Vergleich hatten wir im Februar noch ein Gespräch mit der Genossenschaft OEKOGENO. Auch hier sind die Ziele des gemeinschaftlichen und ökologisch nachhaltigen Wohnens deckungsgleich. Zudem liegt uns ein Angebot der Dachgenossenschaft ‚Wohnen für alle‘ vor.

Parallel dazu hatten wir ein erstes Treffen mit dem Mietshäuser Syndikat. Der wesentliche Unterschied zur Genossenschaft liegt hier in der Finanzierung: Wir müssten viele Nachrangdarlehen selbst einwerben. Dies würde uns voraussichtlich mehr finanzielle Spielräume sowie Flexibilität bei Wohnungsgrößen und späteren Wohnungswechseln ermöglichen. Ein weiterer Pluspunkt: Wir wären weniger abhängig von den strengen Vorgaben des Wohnberechtigungsscheins (WBS), der bei Einkommensänderungen oder veränderter Familiengröße zu Schwierigkeiten führen könnte.

Aus diesem Grund stehen wir bereits in Kontakt mit drei externen ArchitektInnen. Mit einem Architekten-Duo hatten wir schon zwei ausführliche Gespräche; sie sind sehr an einer Zusammenarbeit interessiert und bringen viel Erfahrung im ökologischen Bauen mit Holz, Lehm und Stroh mit und hätten große Lust, gemeinsam mit uns ein innovatives Vorzeigeprojekt umzusetzen – ganz im Sinne von Low-Tech und kostenbewusster Bauweise. Der Termin zum Vergleich mit einem zweiten Architekten steht Anfang März an.

Für die beiden Grundstücke, die für uns aktuell ‚im Rennen‘ sind, haben zwei Architekten aus unserer erweiterten Gruppe gerade einen ersten Kostenrahmen errechnet. Dabei werden zwei verschiedene Bauweisen gegenübergestellt (Holz-Verbund und Holz-Stroh-Lehm), um erste Anhaltspunkte für die weitere Finanzierungsplanung zu erhalten. Vielen Dank dafür!

Unabhängig der gewählten Rechtsform ist es nötig, einen Hausverein zu gründen. Wir sitzen bereits daran eine Satzung auszuarbeiten, damit wird schon bald mögliche Verträge, z.B. mit der Architektin, über den Verein abschließen können.

Ebenso stehen wir in Kontakt mit dem Amt für Soziales der Stadt. Auf unsere Nachfrage hin wurden uns erste Sozialträger genannt, die potenziell Interesse an einer Kooperation hätten – zum Beispiel für ein Sozialprojekt im geplanten Mehrzweckraum im Erdgeschoss. Diesen Aspekt möchten wir besonders mitdenken, falls die Wahl auf das große Grundstück fällt: Aufgrund seiner Größe und zentralen Lage ist dort ein Beitrag für das Quartier sowie eine gewerbliche Nutzung ausdrücklich erwünscht.

Wie geht’s weiter?

Am 26. Februar wird der Vermarktungsauftakt der Stadt in der Messe gefeiert. Bis dahin haben wir uns idealerweise für eine Rechtsform und Kooperationspartner entschieden, damit diese mit der Ausarbeitung eines Konzeptes für die Bewerbung bei der Stadt beginnen können.

Bis 12.06.26 muss unser Erstkonzept bei der Stadt nach möglichen Vorgesprächen eingereicht werden, sodass anhand dessen weitere Gespräche geführt werden können. Nach einer Nachjustierung erfolgt dann die definitive Bewerbung bis 18.09.26.

Wir werden uns also in den nächsten Wochen intensiv mit architektonischen Fragen beschäftigen, z.B. Mit welchem Material gebaut wird und auch welche Wohnungstypen unsere Wohnungen haben sollen. Auch die Frage wie genau das Gemeinschaftskonzept aussehen soll und was dies für die Architektur bedeutet wird relevant sein. Dies ist natürlich auch verknüpft damit welche Förderungen wir beantragen können und wie dann die gesamte Finanzierung aussehen wird.

Wir freuen uns über euer Feedback, eure Eindrücke oder was euch sonst noch zum Bienenstock auf dem Herzen liegt!

Herzliche Grüße

Euer Kernteam vom Bienenstock


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